Minerva Newsletter Ausgabe 02 | Oktober 2013
 
 
Liebe Eltern, sehr geehrte Damen und Herren

Auch in diesem Newsletter finden Sie wieder interessante Berichte über Themen, die unsere Schule direkt betreffen oder aber ganz allgemein in den Bereich „Schule und Elternhaus“ gehören.
Eine der wichtigsten Aufgaben, die im Pflichtenheft unserer Lehrpersonen insbesondere in dem der Klassenlehrpersonen stehen, ist die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Berufswelt.
Dabei geht es einerseits darum, den jungen Menschen eine gute schulische Basis mitzugeben, andererseits sie aber auch mental auf diesen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. In beiden Bereichen machen wir viel und freuen uns natürlich speziell darüber, dass dies von Lernenden auch gesehen und geschätzt wird.
Deshalb sind Feedbacks wie diese Mail eines Schülers der diesjährigen PG Abschlussklasse eine tolle Anerkennung der Arbeit der Lehrpersonen an unserer Schule.

Herzliche Grüsse

Christian Straub
Unternehmensleiter
Minerva Volksschule Basel

christian.straub@minervaschulen.ch

 

     

 
Individualität und Kooperation fördern - Gemeinschaft leben

Seit Beginn des laufenden Schuljahres lernt und arbeitet ein Teil der Lernenden unserer Sekundarschule und unseres Progymnasiums täglich während dreier Lektionen in der Minerva Lernwelt. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Förderung und Entwicklung ihrer Selbständigkeit und Eigenverantwortung.

Knapp 40 Lernende treffen sich jeden Vormittag um 10.25 Uhr im Lernatelier der Minerva Lernwelt, wo sie sich bis zur Mittagspause um 12.40 Uhr an ihrem persönlichen Arbeitsplatz, den sie individuell gestalten dürfen, mit schulischen Arbeiten auseinandersetzen. In diesem morgendlichen Zeitband von 2 ¼ Stunden befassen sie sich mit Themen aus den Fachbereichen Deutsch oder Mathematik. Die Themen dürfen sie anhand der Kompetenzraster der beiden Fächer selbst wählen.
An Aufgaben oder Lernaufträgen aus den anderen Schulfächern, deren Unterricht nach wie vor im Klassenverband und im Klassenzimmer stattfindet, werden ebenfalls im Lernatelier gearbeitet.
Jeder Schülerin und jedem Schüler steht ein Lerncoach zur Seite, mit dem einmal pro Woche ein persönliches Gespräch stattfindet. In diesem Gespräch werden die Lernfortschritte, die persönliche Planung der schulischen Inhalte, Stolpersteine, aber auch Highlights der vergangenen Woche besprochen und im Lernjournal festgehalten. Die Einträge im Lernjournal besprechen die Lernenden wöchentlich zu Hause mit ihren Eltern. Über dieses Kommunikationsmittel sind die Eltern regelmässig über die Lerninhalte und Lernfortschritte ihres Kindes informiert.
Innerhalb der Minerva Lernwelt sollen die Lernenden die Themen und den zeitlichen Umfang ihrer schulischen Arbeiten selbst steuern. Bei der Bestimmung des Rhythmus und der Wahl der Lernmethoden haben sie einen grossen Handlungsspielraum. Ob diese eigenständigen Entscheide sinnvoll sind, wird im wöchentlichen Gespräch mit dem Lerncoach besprochen.
Der Erwerb von Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit steht nebst den Fachkompetenzen bei der Arbeit in der Minerva Lernwelt als Ziel im Vordergrund. Diese Kernkompetenzen sollen die Lernenden befähigen, ihren späteren schulischen und/oder beruflichen Werdegang erfolgreich gestalten zu können.

   Konzept und Stundenplan

     

 
Live-Übertragung des Unterrichts nach Hause

Für eine Schülerin, die nach einer Operation zwei Wochen nicht die Schule besuchen konnte, wurde der Unterricht mit Hilfe der neuen Medien nach Hause übertragen. Somit konnte die Schülerin trotz Abwesenheit aktiv am Unterricht teilnehmen.

Der Aufwand für die technische Installation (Skype-Software/Kamera) auf dem Schullaptop und auf dem Laptop zu Hause hielt sich in Grenzen. Für das Aufstellen der Ausrüstung für die Verbindung während der Schulstunde war ein Schüler zuständig, die Lehrperson hatte nur noch die Schülerin über Kamera und Mikrophon in den Unterricht einzubeziehen und anzusprechen.
Digitale Arbeitsdateien konnten der Schülerin über Moodle (E-Learning-Plattform der Schule) zur Verfügung gestellt werden. Arbeitsergebnisse wurden über die Dropbox (Cloud-Dienst) mit der Lehrperson oder den anderen Lernenden ausgetauscht. Kurze Fragen konnten über die Chatfunktion von Skype beantwortet werden.
Es war für die Schule eine gute Erfahrung, eine Schülerin trotz Abwesenheit am Unterricht teilhaben zu lassen. Ein durchaus interessante Möglichkeit, die regelmässig genutzt werden könnte.

Bericht der Schülern:
Die Erfahrung, mit Skype den Unterricht aus dem Schulzimmer nach Hause zu übertragen, war speziell und etwas, was es vor ein paar Jahren noch gar nicht gegeben hat. Nach ein paar Hindernissen bei der Installation von Skype auf dem Schullaptop ist alles eigentlich sehr gut gelaufen und die Verbindung hat gleich geklappt. Ich sass Zuhause vor dem Computer und habe so ein paar Schulstunden mitbekommen (Mathematik, Geographie, Französisch). Zu Hause zuzuschauen, fand ich noch recht anstrengend. Es war gut, meine Mitschülerinnen und Mitschüler wieder zu sehen und Fragen zu den Hausaufgaben zu stellen. Die Wandtafel konnte ich sehr gut lesen, das Smartboard war schwieriger zu sehen. Den Lehrer verstand ich gut, abgesehen von störenden Geräuschen von der Baustelle neben dem Schulhaus.“
GJ – PG5


Email des Vaters:
„Thank you for all the efforts made by the Minerva Team to include my daughter in the classroom via Skype. She feels included and very motivated to recover fast.
Trust this experience has given new insight in the options of including participants inside and outside the classroom.“
R.J.

     

 

 
Medienkompetenz – Neue Medien

Die Swisscom hat kürzlich für Eltern eine Internetseite zum Thema „Medienkompetenz“ mit dem Titel „Medienstark – die Internetseite für Eltern“ aufgeschaltet. Ein Besuch dieser Internetseite lohnt sich.

Beinahe täglich erfahren wir aus verschiedensten Medien, wie Kinder und Jugendliche in der Welt der neuen Medien die Grenzen des gegenseitigen Respekts überschreiten oder wie sie im „öffentlichen Raum“ der Social Medias auf naive Art unschöne Spuren hinterlassen, die dort für immer sichtbar bleiben können.
Natürlich wird das Thema „Medienkompetenz“ in der Schule behandelt. Auch ergeben sich in den Klassen aus „natürlichem Anlass“ immer wieder Diskussionen und Auseinandersetzungen darüber, wie man im Cyberraum miteinander umgeht und was man dabei berücksichtigen sollte.
In Gesprächen mit Eltern stellen wir jedoch häufig fest, dass diese mit dem Thema „Neue Medien“ oftmals überfordert sind und in vielen Bereichen der ICT mit den Skills und dem Wissensstand der jungen Generation nicht mithalten können.
Trotzdem braucht es auch im Elternhaus eine Auseinandersetzung mit diesen Themen und deshalb begrüssen wir es, dass die Swisscom mit der Internetseite „Medienstark – die Internetseite für Eltern“ eine Informationsplattform eingerichtet hat, die es den Eltern erlaubt, sich zu informieren und das nötige Wissen abzuholen, damit sie mit ihren Kindern das Gespräch „auf Augenhöhe“ führen können.

Link zu "Medienstark"

     

 
Verantwortung übernehmen - Zustupf in die Klassenkasse

Wenn sich die Schulzeit in der 8. und 9. Klasse so langsam dem Ende zuneigt, beschäftigt das Thema „Abschlussreise“ die Lernenden stark. Damit einher geht auch die Frage der Finanzierung der Abschlussreise, da dies häufig eine arge Belastung für die Familienbudgets darstellt. Deshalb wird immer wieder mit speziellen Aktionen versucht, zusätzlich Geld für die Klassenkasse zu generieren, was normalerweise mit Flohmärkten und Kuchenverkauf in der Stadt gemacht wird.

Da kam natürlich die Anfrage der Firma Baseloutdoor Gmbh
(www.baseloutdoor.ch) wie gerufen, die Jugendliche als Helfer/innen für die Durchführung eines Teambildungs-Events für fast 300 Angestellte der Fa. Hoffmann La Roche suchte.
Fast 50 Jugendliche aus vier Klassen unserer Sekundarschule und des Progymnasiums wurden als Helfer/innen aufgeboten. Sie mussten bei den verschiedenen Wettbewerben das Material bereit stellen, die Erwachsenen einweisen und instruieren, die Zeiten oder Weiten messen oder die Anzahl der Versuche zuverlässig notieren. Sie waren auch für das Eintragen der Resultate auf den Teamblättern verantwortlich.
Bei diesen Arbeiten, die alle Schüler/innen sehr verantwortungsbewusst und gut machten, hatten sie gleichzeitig die Chance einen Blick in die Erwachsenenwelt zu werfen. So staunten sie nicht schlecht, wie die erwachsenen Berufsleute zum Teil miteinander umgingen, nicht verlieren konnten oder zu schummeln versuchten.
Des Weiteren war es für die meisten Jugendlichen eine wichtige und neue Erfahrung, in einem solchen Rahmen Verantwortung zu übernehmen, sich gegenüber Erwachsenen durchzusetzen und auch sich Respekt zu verschaffen. Für Jugendliche, von denen viele bald eine Lehre in einem Betrieb beginnen, war dies sicherlich spannend und für ihre Zukunft nützlich.
Der finanzielle Zustupf für die diversen Klassenkassen, der sehr grosszügig ausfiel, war in dem Sinne nicht mehr das Wichtigste, aber selbstverständlich ein sehr willkommener Nebeneffekt.

Slide-Show

     

 

 
Die guten Geister im Hintergrund (2)

In diesem Newsletter möchten wir Ihnen gerne eine weitere langjährige Sekretariats-Mitarbeiterin vorstellen, Frau Viviane Walliser.

Frau Walliser trat im August 2000 als Mitarbeiterin des Sekretariats in unsere Schule ein. Sie begann mit einem 100 % Pensum, reduzierte nach der Geburt ihrer beiden Töchter zuerst auf 50 % und später auf 40 % . Sie arbeitet am Frontdesk und ihre wichtigsten Arbeitsbereiche sind die Bedienung der Telefonzentrale, Verwaltung der Stundenpläne, Erstellung der Zeugnisse und die monatliche Berechnung der Pensen und zusätzlichen Arbeitseinsätze der Lehrpersonen für die Lohnzahlung. Hinzu kommen noch viele allgemeine Sekretariatsarbeiten, insbesondere die Betreuung von Schülerinnen und Schülern, die mit ihren vielfältigen Anliegen im Sekretariat auftauchen.
Seit der Geburt ihrer beiden Töchter, die heute 6 Jahre und 3 Jahre alt sind, haben sich viele Interessen von Frau Walliser in Richtung eigene Familie verschoben. Ihre Kinder bereiten ihr viele schöne Momente und nehmen einen wichtigen Platz in ihrem Alltag ein. Ablenkung findet Frau Walliser in der Gartenarbeit und im Kontakt mit ihren Freudinnen und Freunden.

„Frau Walliser, was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Job?“

„Ich geniesse den regen Kontakt mit den Kindern und die Arbeit in einem tollen Team. Ganz besonders schätze ich das Vertrauen der Schulleitung, das mir entgegengebracht wird und die darauf gründende Chance, meine Arbeit sehr selbständig organisieren zu dürfen.“

„Welches sind die speziellen Herausforderungen bei Ihrer Arbeit?“

„Die grösste Herausforderung ist im „Bienenhaus“ Sekretariat die Ruhe zu bewahren und die vielen Fragen und Ansprüche, die oft gleichzeitig an einen herangetragen werden, bedienen zu können. In einem solch lebhaften Umfeld zu arbeiten, braucht eine grosse Flexibilität. Aber genau das lebhafte, spontane und unberechenbare in meiner täglichen Arbeit bereitet mit auch grossen Spass.“

     
     
 
Minerva Volksschule Basel
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Vorteil Minerva