Minerva Newsletter Ausgabe 02 | April 2014
 
 
Liebe Eltern, sehr geehrte Damen und Herren

Obwohl uns das momentane Wetter überhaupt nicht mehr an die kalte Jahreszeit erinnert, halten wir im aktuellen Newsletter nochmals Rückschau auf eine Veranstaltung, die zur Adventszeit 2013 stattfand. Die Vorführung unserer kleinsten Minervianer am Standort „Waisenhaus“ war so entzückend und goldig, dass wir nicht auf den Artikel und die dazu gehörigen Bilder verzichten wollten.
Ich hoffe aber auch, dass Sie an den übrigen Artikeln gefallen finden, die Ihnen einmal mehr einen vielfältigen Einblick in unsere schulischen Alltag geben sollen.
Zum ersten Mal bieten wir mit unserem Newsletter einer Institution, dem Verein „Leben mit Autismus“ Basel, eine Plattform, damit sie sich vorstellen und gleichzeitig auf spezielle Freizeitaktivitäten für Kinder mit Autismus-Spektrumsstörungen aufmerksam machen kann.

Für die kommenden Ostertage wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Suchen der versteckten Osternester und vor allem viele schöne, sonnige Tage.

Herzliche Grüsse

Christian Straub
Unternehmensleiter
Minerva Volksschule Basel

christian.straub@minervaschulen.ch

 

     
 
Minerva-Schulabschluss - Und dann? Die Zahlen der letzten 7 Jahre

Wenn sich Eltern dazu entscheiden, ihre Tochter/ihren Sohn in eine Privatschule einzuschulen, steht von den vielen Fragen, die üblicherweise einer sorgfältigen Abklärung vor einem Eintritt vorausgehen, die Frage nach den Anschlusslösungen nach dem Schulabschluss und den Chancen auf eine Lehrstelle im Vordergrund.

Keine Schule – weder eine öffentliche noch eine private – kann den Eltern eine Garantie für eine vernünftige Anschlusslösung nach einem Schulabschluss abgeben. Gute Anschlusslösungen hängen insbesondere von den schulischen Leistungen der Lernenden, von ihrer Persönlichkeit und ihrem Auftreten, aber selbstverständlich auch von der Qualität der Schule und ihrem Ruf bei den Lehrbetrieben ab.
Die Akzeptanz von Privatschulen seitens der Privatwirtschaft ist deutlich besser geworden, Vorurteile finden sich nur noch bei einigen wenigen Ewiggestrigen. Die allermeisten Lehrbetriebe haben realisiert, dass an Privatschulen hervorragende Arbeit geleistet wird und die Lernenden gut vorbereitet in die berufliche Ausbildung übertreten können.
Für jede Schule ist demzufolge die Erfolgsquote bezüglich der Anschlusslösungen der Abschlussschüler/innen eine wichtige Kennzahl. Sie sagt aus, wie sich eine Schule im schulischen Umfeld einer Region etabliert hat und wie die Akzeptanz auf der Abnehmerseite ist.
Wir haben aus diesem Grund die Zahlen von insgesamt 475 Abschlussschüler/innen der letzten sieben Jahre statistisch erfasst und in Diagrammform dargestellt. Die Diagramme sind je nach Niveau/Abteilung unterschiedlich zu interpretieren.

Alle Niveaus der Sekundarstufe I
- Die Quote von fast 40 % Lehrstellen ist sehr zufriedenstellend.
- Über 30 % treten an ein Gymnasium oder eine andere Mittelschule über (FMS, WMS).
- Der Anteil der Brückenangebote von fast einem Fünftel ist mit der Tatsache zu erklären, dass die Schulabgänger/innen seitens der Lehrbetriebe oft als zu jung und unreif eingeschätzt werden und über diese Brückenangebote diese Defizite ausgleichen können. Viele Jugendliche, die in ein Brückenangebot übertreten, haben eine Lehrstelle auf das kommende Jahr in Aussicht gestellt bekommen.
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Niveau A
- Die Quote von fast 40 % Lehrstellen ist hier besonders erfreulich.
- Der hohe Wert bei „Praktika“ von ebenfalls fast 40 % lässt sich auch hier damit erklären, dass die jungen Menschen nach der Schule eine praktische Erfahrung in der Arbeitswelt
machen sollten, bevor sie eine Berufsausbildung beginnen können.
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Niveau E
- Fast 50 % der Schulabgänger/innen begannen eine Lehrstelle, eine gute Quote.
- Besonders erfreulich ist, dass 19 % den Übertritt an die FMS oder WMS schafften.
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Niveau P
- Über 80 % der Schulabgänger/innen traten in ein Gymnasium, eine FMS oder WMS über.
- Knapp 10 % hatten keine Lust mehr auf Schule und begannen eine Lehre.
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Die Werte sind grundsätzlich als sehr gut zu betrachten, vor allem wenn man bedenkt, dass im Kanton Basel-Stadt in den vergangenen Jahren nur etwas mehr als 15 % der Schulabgänger/innen aus den beiden WBS Zügen eine Lehrstelle antreten konnten.

Wir sind auf jeden Fall froh und auch stolz, dass wir so vielen jungen Menschen bei ihrer persönlichen und schulischen Vorbereitung auf das Berufsleben helfen konnten, sich eine gute Basis und gute Voraussetzungen für ihre berufliche Zukunft zu erarbeiten.
 

     

 
Freizeitangebote für Kinder mit Autismus Spektrumstörungen

Menschen mit Autismus-Spektrumstörungen (ASS, dazu zählt auch das Aspergersyndrom) tun sich meist mit sozialen Freizeitangeboten schwer.
Das notwendige Wissen bzw. Verständnis für Ihre Situation und ihr Verhalten ist noch nicht so verbreitet, dass es genügend inklusive Freizeitangebote gibt, an denen auch Jugendliche mit ASS teilnehmen können und wollen.


Deshalb haben wir – eine Gruppe von Eltern – beschlossen uns zusammen zu tun und Freizeit-Angebote für unsere Jugendlichen einerseits und Freizeitangebote für Familien andererseits zu organisieren. In einer Schweizer Elternbefragung (Eckert et al., 2013) aus dem letzten Jahr wurde deutlich, dass bei Jugendlichen mit ASS die Familie und weitere Verwandtschaft die zentralen Kontakte in der Freizeit darstellen. Die Initiierung von Kontakten in der Freizeit geht deutlich am häufigsten von den Eltern aus; nur ein Viertel der befragten Eltern sagt, dass die Initiative auch einmal von Freunden oder aufgrund von Vereinsveranstaltungen ausgehe.

Die von uns – dem Verein Leben mit Autismus Basel – organisierten Freizeitevents für Jungen mit ASS von 10 bis 16 Jahren werden von erfahrenen Pädagogen durchgeführt. Am 9. April am Nachmittag trifft man sich zum Bogenschiessen, am 14. Juni zum Klettern, am 23. August zu einer Katamaran-Tour, am 24. September zu mobilen Seilaufbauten und am 12. November zu einer Orientierungswanderung. Die Anmeldung kann für ein oder mehrere Events erfolgen; für Mitglieder von Leben mit Autismus Basel ist die Teilnahme gratis, ansonsten wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 20.- pro Event erhoben. Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage www.lebenmitautismus.ch, wo Sie auch unsere anderen Angebote sehen können, wie Familien-Anlässe (Minigolf, Übernachten im Tipi, Bräteln) oder Vorträge (z.B. über Autismus und Sprache).

Dr. phil. Claudia Ermert
Präsidentin, Leben mit Autismus Basel

Programm (PDF)
 

     

 
Ferienbetreuung - eine Erfolgsstory

Seit gut zwei Jahren bieten wir an unserem Standort „Waisenhaus“ während insgesamt sechs Ferienwochen pro Schuljahr eine Ferienbetreuung für Kinder an. Die Kinder gehen während der Schulferien interessanten Aktivitäten nach, treffen andere Kinder und für die Eltern ist dieses Angebot eine echte Entlastung.


Für viele Familien, insbesondere wenn beide Elternteile arbeitstätig sind, stellen die vielen Schulferienwochen ein Problem dar, denn wer hat an seinem Arbeitsplatz schon 13 Wochen Ferien pro Jahr. An unserem Standort „Waisenhaus“, wo die Kindergarten- und Primarstufe zu Hause ist, bieten wir während der Sommer-, Herbst-, Sport- und Osterferien Wochenkurse an, die für Kinder jeden Alters äusserst attraktiv sind. Diese Ferienkurse stehen auch Kindern offen, die nicht in der Minerva zur Schule gehen.

Im Wochenkurs, der während der Sportferien im März 2014 stattfand, studierten die Kinder das Musical „Ritter Rost“ ein. Sie lernten Lieder, malten ein Bühnenbild, stellten Steine u.a. für die Burg des Ritters her, dachten sich Verkleidungen aus und übten sich im Theaterspielen. Viele Rollen wollten besetzt werden: Ritter Rost, die Fräulein Bö, Mies der Werwolf, Koks der Drache, ein Roboter, der sprechende Hut, der Bauchredner u.a.
Das machte allen Beteiligten grossen Spass! Das gemeinsame Essen und verschiedene Musikspiele rundeten die Woche ab.
Dieser Kurs war ausgebucht, was zeigt, dass solche Ferienangebote einem Bedürfnis entsprechen.
Ende März führten die Akteure ihre Geschichte mit grossem Erfolg vor ihren Klassenkameraden des Kindergartens und der Primarschule sowie den Eltern der beteiligten Kinder auf.

Bilder von den Vorbereitungen
Bilder der Aufführung

Wer seinem Kind die Erfahrung ermöglichen möchte, wie ein Musical auf die Bühne gebracht wird, kann sich schon den nächsten „Musical-Kurs“ vormerken, der in den Osterferien 2015 angeboten wird.

Die Daten der Ferienbetreuung und die Themen der Kurse, die bis und mit den Sommerferien 2014 angeboten werden, finden Sie auf unserer Homepage:
Link
 

     

 
Tourist Brochures

English class at the Minerva is a great opportunity to combine language learning with internet research and ICT skills. This is possible even with the youngest students in our Progymnasium Plus programme.

Students in PG1-3 English Level 3 created tourist brochures for English-speaking countries. They found pictures and information on the Internet and then, with Mr. Harvell’s help, created their own eight page brochure. Have a look at some examples. Many of our PG 1-3 Level 2 students have had less than one year of English classes. It’s great to see what progress they’ve made!

South Africa
New Zealand
Malta
Jamaica
Cameroon

     

 
Der Stern wandert

Längst sind die Geschenke verteilt und die Weihnachtszeit ist vorüber. Doch wie wird Weihnachten zum Beispiel auf der anderen Seite der Weltkugel gefeiert, wo im Gegensatz zu uns an Weihnachten Hochsommer herrscht.

Im Dezember 2013 erfreuten uns die Kinder der Kindergarten und Primarstufe mit Liedern in verschiedenen Sprachen. Der leuchtende Stern wanderte in diverse Länder und berichtete uns von den Traditionen und Gebräuchen zur Weihnachtszeit in dem jeweiligen Land.

Die Reise beginnt in der Schweiz. Der Duft von feinen „Gutzis“ steigt allen in die Nase und überall sind die Häuser mit leuchtenden Lichtern geschmückt. In Amerika erfreut die Kinder der Santaclaus und auf dem Weihnachts-Esstisch steht der Truthahn bereit.
Der Stern wandert weiter nach Holland, wo die Kinder am 5. Dezember dem Sinterklaas Verse und Lieder vortragen. Und so setzte der Stern seine Reise über Russland nach China fort, bis er schliesslich in Australien ankommt.
Wir wurden während der Aufführung mit wunderbaren Chor- und Einzelgesängen, Versen und Geschichten, Tänzen und instrumentalen Stücken beglückt.
Die Freude der Besucher zeigte sich in den freudigen Gesichtern und dem grossen Applaus während und am Schluss der Aufführung.
Falls Sie auch in den Genuss einer gesanglichen Darbietung kommen möchten, dann besuchen Sie uns doch einfach nächsten Winter zur Weihnachtszeit.
Die Kinder und Lehrpersonen der Kindergarten- und Primarstufe würden sich freuen.
 

     

 
Die guten Geister im Hintergrund (4)

In dieser Ausgabe des Newsletters möchten wir Ihnen eine ganz wichtige Person an unserer Schule vorstellen: Herrn Moody Warshow, unseren Hauswart und unsere gute, hilfsbereite Seele in vielen Alltagssituationen.

Herr Warshow trat am 01. November 1999 in der Minerva Volksschule seine Stelle als Hauswart an und feiert also dieses Jahr sein 15-jähriges Dienstjubiläum. Er hat eine 100 % Anstellung und ihm zur Seite stehen noch zwei Raumpflegerinnen, mit denen er gemeinsam für die Sauberkeit an beiden Schulstandorten verantwortlich ist.
Als Hauswart ist er zusätzlich für die technischen Anlagen und allfällige Reparaturen zuständig. Herr Warshow versucht Reparaturen zuerst immer selbst auszuführen und holt nur Handwerker ins Haus, wenn es nötig ist. In den Schulferien ist er zur Hauptsache mit Unterhalts- und Renovationsarbeiten in den Schulhäusern beschäftigt. Diese sind sehr anspruchsvoll, da beide Schulhäuser schöne, alte Gebäude sind, die unter Denkmalschutz stehen.
Herr Moody Warshow stammt aus Kenia, wo er geboren wurde, kam im Alter von 24 Jahren in die Schweiz und heiratete hier seine Frau Judith, mit der er immer noch zusammen ist. Er hat zwei erwachsene Töchter, die beide mitten im Berufsleben stehen. Sein Hobby ist Velofahren. Er kommt jeden Tag – egal in welcher Jahreszeit – mit dem Fahrrad zur Arbeit. Daneben ist er beinahe täglich mit seinem Rennrad in der Region unterwegs und trainiert auf einem sehr hohen Level. Falls es die Witterung einmal nicht zulässt, weicht er auf seinen Hometrainer aus, aber nur sehr ungern.
Den Kontakt zu seinen Verwandten in Kenia pflegt Herr Warshow regelmässig und er freut sich auch jedes Mal, wenn er in sein Heimatland reisen und seine Angehörigen, die dort leben, besuchen kann.

„Herr Warshow, was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Job?“

„Mir gefällt besonders, dass meine Arbeit enorm abwechslungsreich ist. Zur täglichen Routine kommen immer wieder Reparaturarbeiten oder zusätzliche Arbeiten, die meinen Arbeitstag interessant gestalten. Mir wird auf jeden Fall nie langweilig.
Sehr gerne mache ich gründliche Reinigungs-, Unterhalts- und Renovationsarbeiten in den Schulferien. Es bereitet mir grosse Freude zum Erhalt eines solch schönen Gebäudes, wie es der Wildensteinerhof ist, beitragen zu können.


„Welches sind die speziellen Herausforderungen bei Ihrer Arbeit?“

„Ich bin nicht nur Hauswart, sondern habe im schulischen Gesamtrahmen auch eine pädagogische Rolle und Verantwortung. Oft kommen Schüler/innen zu mir und wollen etwas oder sie werden von Lehrpersonen geschickt, weil sie mir helfen müssen. Es passiert auch täglich, dass ich Schüler/innen dabei ertappe, wie sie gegen die Schulhausordnung verstossen. Dann muss ich persönlich darauf reagieren und kann nicht immer eine Lehrperson holen. Diese Kontakte mit den Jugendlichen sind nicht immer einfach, aber ich mache die Arbeit mit ihnen gerne und ich spüre auch, wie mich die Kinder und Jugendlichen respektieren.“

     
     
 
Minerva Volksschule Basel
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Internet: www.minervaschulen.ch
Vorteil Minerva