Minerva Newsletter
Ausgabe 2016 | 1
 
 
Liebe Eltern, liebe Freunde der Minerva Schule

Wie Sie dem aktuellen Newsletter entnehmen können, waren die vergangenen Wochen und Monate intensiv und ausgefüllt mit vielen schönen und spannenden Aktionen rund um den Schulalltag. Jetzt, mitten im „Frühlingserwachen“ kommen auch wieder die ersten Gedanken an den Sommer, den „Endspurt“ und die Planung für das neue Schuljahr. Wie im letzten Newsletter erwähnt, sind die Herausforderungen, die an Schule, Lehrerinnen und Lehrer gestellt werden, komplexer denn je und können in einzelnen Momenten regelrecht über einen hereinbrechen, wie das aktuelle Beispiel an der Sekundarschule in Therwil zeigt.

Umso wichtiger ist es, präventiv zu arbeiten, Problemsituationen offensiv anzugehen und der (virtuellen) Welt reale und positive Erfahrungen gegenüber zu stellen. Es gilt die Chancen und Gefahren der neuen Medien regelmässig zu thematisieren und Angebote auszubauen, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen sich und ihre Umwelt zu erspüren und wahrzunehmen.

Neben der fachlichen Arbeit im Klassenzimmer und in der Minerva Lernwelt werden wir zum neuen Schuljahr noch mehr Lebens- und Erfahrungsräume entwickeln, in denen Kinder und Jugendliche bei Sport, Musik, Theaterspiel, Gartenarbeit, kreativem und forschendem Tun ihre Persönlichkeit neu erfahren und Gemeinschaft erleben können.

Ich freue mich sehr auf diese Arbeit und bin überzeugt, dass die Kinder und Jugendlichen an unserer Schule davon profitieren werden.

Herzliche Grüsse,

Markus Kenk
Unternehmensleiter

 
 
In diesem Newsletter lesen Sie:
„E Bebbi isch e Basler“ - Fasnacht an der Primarschule
Musicalaufführung „Ritter Rost und Prinz Protz“
Oskar-Preisträger Jiří Menzel an der Minerva Schule
Besuch beim Betonkünstler
Skilager 2016
Ausblicke/Hinweise
   

 
Fastnacht
 
 
„E Bebbi isch e Basler“ - Fasnacht an der Primarschule

Es gehört mittlerweile zum festen Terminkalender der Minerva Primarschule: Am Donnerstag vor den Fasnachtsferien zieht der eigene Cortège des Waisenhauses am Rhein entlang. Er bildet den Abschluss einer langen und intensiven Vorbereitungszeit.

Alle waren dabei: Die Jüngsten kamen als Sternwanderer. Schulleiterin Songül Polat verzichtete dieses Jahr auf den Bau einer eigenen Larve und beschränkte sich auf den schlichten Kopfschmuck.

Im Unterricht ging es um weit mehr, als um Verzierungen und Kostüme. Die Fasnacht ist zwar eine äusserst kreative Zeit, doch es gibt dabei auch Regeln. Und gerade in Basel sind diese besonders streng, z. B. darf man keine Räppli vom Boden auflesen und im Umzug muss man in der Reihe gehen.

Als kleine, freche Waggis kamen die Kinder der Basisstufe daher. Ihre Kostüme und Larven fertigten sie im Unterricht an. Eine Riesenarbeit, die der Kindergärtnerin Inge Kutterer viel abverlangte: „Probleme hatten wir vor allem mit dem Befestigen der grossen Nasen. Immer wieder fielen sie ab.“ Zum Schluss hat es dann aber doch noch geklappt. Eindrücklich sei gewesen, wie die Kinder miteinander gearbeitet haben, so Inge Kutterer.

Ganz ungewöhnlich kamen die Kinder der Primar B daher. Im Unterricht hatten sie sich auf das Thema Ägypten geeinigt. Es entstanden die verschiedensten Figuren zu diesem Thema. Auch die Eltern halfen tatkräftig mit. „In Vorträgen beschäftigten wir uns mit alten Kulturen. Dass wir uns am Schluss dann in einem spannenden Prozess auf die alten Ägypter als Fasnachtssujet einigen konnten, freute mich ganz besonders“, meint Klassenlehrerin Saskia Schicha.

Sie selbst kam als Mumie daher – für eine Lehrkraft eine äusserst untypische Rolle!

Klassischer ging es in der Primar A zu und her. Ueli oder Waggis: Hut oder grosse Nase. Die zwei Fasnachtsklassiker zogen die Kinder in ihren Bann. Die Herausforderung sei gross gewesen, eine Larve selbst zu gestalten, blickt Lehrerin Anina Schiess auf die Vorbereitungszeit zurück. Die Motivation und Hilfsbereitschaft jedes einzelnen Kindes war dabei sehr beeindruckend. Letztendlich wurden die Mühen und der Aufwand aller Beteiligten während des Umzugs belohnt, bei dem so manches Räppli seinen Kragen fand.
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Ritter Rost
 
 
Musicalaufführung „Ritter Rost und Prinz Protz“

Im Rahmen der Ferienbetreuung meldeten sich Kinder von 3 bis 12 Jahren an, um wieder gemeinsam ein Musical auf die Beine zu stellen. Wie schon in den Jahren zuvor wuchsen sie schnell zu einer tollen Einheit zusammen. Sie verkörperten im Stück verschiedenste Rollen: Den Ritter Rost, Fräulein Bö und ihren sprechenden Hut, den Drachen Koks, der Erzähler, Prinz Protz und dessen Mutter Kehrlinde, die immer alles ganz sauber haben wollte. Ausserdem liefen Kinder als schmutziges Geschirr durch die Burg und riefen lauthals: „Wir wollen nicht gewaschen werden, schmutzig ist viel besser!“

Neben dem Einüben der Lieder gab es viel zu tun beim Malen des Bühnenbildes, beim Herstellen der Requisiten und dem Einüben der jeweiligen Rollen. Zwei Kinder brachten ihre Instrumente mit, eine Ukulele und eine Flöte und begleiteten damit verschiedene Lieder.

Ende Februar führten alle Beteiligten ihr Stück vor ihren Eltern, den Kindergarten- und Primarschülern der Minerva Schule auf und ernteten dafür einen tosenden Applaus.

Schon jetzt möchten wir darauf hinweisen, dass es auch im Frühjahr 2017 wieder für alle musik- und theaterbegeisterten Kinder heisst:
Vorhang auf für ein neues Abenteuer!
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Jiří Menzel
 
 
Oskar-Preisträger Jiří Menzel an der Minerva Schule

Im Rahmen eines Projektes der Fächer Deutsch und Geschichte der PG-Klassen über den Zweiten Weltkrieg konnten Schülerinnen und Schüler der Minerva Abschlussklassen an einer Diskussion mit dem tschechischen Filmemacher Jiří Menzel teilnehmen. Dabei wurde dieser einerseits als Filmregisseur vorgestellt – sein Oskar preisgekrönter Film mit Kriegsthematik „Liebe nach Fahrplan“ aus dem Jahre 1968 stand im Zentrum -andererseits wurde Menzel aber auch als Zeitzeuge des 2. Weltkriegs interviewt.

Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre eigenen Beobachtungen mit der Verfilmungsstrategie des Regisseurs vergleichen. Dabei wurde Menzel von den Schülerinnen und Schülern sowohl mit thematisch sorgfältig vorbereiteten, aber auch mit ganz spontanen Fragen konfrontiert. Die Diskussionssprachen dabei waren Englisch, Deutsch sowie die Filmoriginalsprache Tschechisch, da das Ganze von der Lehrerin Jarmila Brezinova organisiert wurde, die gebürtig selbst aus Prag stammt.

Als Zeitzeuge schilderte Jiří Menzel (geb. 1938) den Schülerinnen und Schülern seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg durch die Augen eines Kleinkindes, welches kaum etwas anderes als Angst kannte. Die Angst war für ihn omnipräsent, dominierte das damalige Leben der Eltern und Kinder. Der Filmregisseur begründet seine eigene „vorsichtige“ Persönlichkeit mit diesem Kriegstrauma, das ihn so geprägt habe.

In einer packenden Diskussion zog Menzel immer wieder Parallelen zwischen seiner Kriegskindheit und derjenigen seiner Kinder, die heutzutage in der gleichen Stadt (Prag) wie er aufwachsen. Dies machte den Minerva Schülerinnen und Schülern die ganze Problematik besonders nachvollziehbar und eindrücklich. Obwohl die Diskussion zwischendurch auch immer wieder in einem witzigen, leicht ironischen Ton stattfand, konnten alle Anwesenden die Tragik und Tragweite des Krieges deutlich spüren.
 
Beton
 
 
Besuch beim Betonkünstler

Im Rahmen des Arts-Unterrichts besuchte die Klasse PG3 zusammen mit ihrer Arts-Lehrerin Frau Mürner und dem Klassenlehrer Herrn Seibold die Betonmanufaktur Stowasser in Schliengen/D.

Der Rundgang über das Firmengelände begann mit einem Einblick in Herrn Stowassers Riesenkaninchen-zucht (Deutscher Riese), wo natürlich die Kaninchen einige Streicheleinheiten erdulden mussten .

Anschliessend erfuhren die SchülerInnen von einem Bauingenieur, der eng mit Herrn Stowasser zusammenarbeitet, alle wichtigen Details zu den Berufsfeldern des Architekten, des Bauingenieurs und des Beton-/Stahlbetonbauers. Dabei wurde sehr eindrücklich und nachvollziehbar auf die Unterschiede der einzelnen Berufe eingegangen. Deutlich und für die Schüler/-innen interessant war der Aspekt, dass die Bauindustrie ein sehr vielschichtiges Gebiet ist und momentan, wie auch langfristig, ein immenser Bedarf an Fachkräften besteht.

Nach einer kleinen Mittagspause konnten die Schüler/-innen auch einige praktische Erfahrungen sammeln, indem sie bei der Herstellung einer Betonkugel ohne Giessnaht, Hand anlegen konnten, ebenso wurde auch ein Raumteiler aus eingefärbtem Beton hergestellt.

Zum Schluss bekamen die Schüler/-innen auch noch durch den Chef des ansässigen Kieswerkes einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Kieses, die unterschiedlichen Qualitäten und Vorkommen, so dass an diesem Tagesausflug sogar noch der Geografieunterricht Einzug hielt.
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Skilager
 
 
Skilager 2016

Ob Melchsee Frutt, Hoch Ybrig, Wildhaus oder der nahe gelegene Feldberg, Skilager sind für alle Beteiligte immer eine besondere Sache. Wie jedes Jahr verbrachten mehrere Klassen unserer Schule intensive Winterlagerwochen in den unterschiedlichsten Bergregionen. Neben der Naturerfahrung und dem Sport stand natürlich auch das Erleben der Gemeinschaft im Vordergrund. Für Schüler/innen und Lehrer/-innen ist das Ganze immer eine sehr tiefgehende Erfahrung, bei der häufig viel frischer Schwung und neue Zugänge zum Schulalltag entstehen.

Die Klasse LS 1/2 z.B. hatte neben dem Skiprogramm auch noch eine Schneeschuhwanderung durch das Naturschutzgebiet am Feldberg auf dem Plan, bei der eine Rangerin die Besonderheiten dieses Naturreservats erläuterte und die Notwendigkeit von wildgeschützten Zonen beim Skifahren erklärte.

In den Selbstversorgerhütten standen neben dem Skisport natürlich auch die Verpflegung, das Kochen für die Gruppe im Vordergrund, bei dem manche/mancher seine ersten Küchenerfahrungen machte. Natürlich durften auch Schneeballschlachten, der Bau von Schneemännern oder anderen Figuren oder die Erstellung von fast professionell anmutenden und teils spektakulären „Skifilmen“ nicht fehlen. Sämtliche Klassen kehrten mit vielen neuen Erlebnissen und als erstarkte Gemeinschaft in die Schule und ans Lernen zurück.
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Ausblicke/Hinweise

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2. Prävention
Zusammen mit betreffenden Fachstellen finden bis zum Sommer auf Klassen- und Jahrgangsebene verschiedene Präventionsveranstaltungen u. a. auch für Eltern statt (persönliche Einladungen folgen)
 
Zum neuen Schuljahr planen wir ein neues Präventionskonzept zu verschiedenen Themen in unterschiedlichen Altersstufen. Das neu überarbeitete Präventionskonzept tritt per neuem Schuljahr in Kraft.
 
 
 
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